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Klassische Busse für Dreharbeiten und Veranstaltungen

Historische Fahrzeugsammlung

Pegaso 6035

1976 · «Boquebús»

In Wartung
Pegaso 6035 (1976)

Grunddaten

Heutiger Eigentümer
David Boqué
Ursprünglicher Eigentümer
Empresa Cabrero, Valladolid
Baujahr
1976
Kennzeichen
VA-0275-G
Marke
Pegaso
Modell
6035/5
Aufbau
Noge
In Dienst gestellt
1976
Ausgemustert
nicht dokumentiert

Technische Daten

Fahrgestell
Pegaso 6035/5
Motor
Pegaso 9025/10
Karosseriebauer
Noge
In Dienst gestellt
1976
Betriebsnummer
175
Kapazität
25 + 2
Kennzeichen
VA-0275-G

Bildergalerie

Frontansicht des Fahrzeugs.
Frontansicht des Fahrzeugs.
Heckansicht des Fahrzeugs.
Heckansicht des Fahrzeugs.

Einführung

Der „Boquebús“ ist ein 1976 gebauter Pegaso 6035/5 mit Noge-Aufbau. Während seiner Einsatzzeit gehörte er Empresa Cabrero in Valladolid, wo er die Betriebsnummer 175 und das Kennzeichen VA-0275-G trug.

Heute gehört er David Boqué und ist Teil der mit ARCA verbundenen Fahrzeugsammlung. Der Spitzname „Boquebús“ leitet sich unmittelbar vom Familiennamen seines Eigentümers ab.

Fahrzeugzustand

Der „Boquebús“ wird im Umfeld von ARCA erhalten und derzeit gewartet. Er trägt weiterhin das Kennzeichen VA-0275-G und die Betriebsnummer 175 aus seiner Zeit bei Empresa Cabrero.

Seine Erhaltung ergänzt die weiteren Pegaso-6035-Ausführungen im Umfeld des Vereins und ermöglicht den Vergleich verschiedener Aufbauten, Innenraumkonfigurationen und Einsatzarten dieser umfangreichen Busfamilie.

Zustand des Fahrzeugs bei seiner Bergung im Jahr 2008.
Zustand des Fahrzeugs bei seiner Bergung im Jahr 2008.

Geschichte

Der Pegaso 6035 gehörte in den 1960er- und 1970er-Jahren zu den wichtigsten Modellen der spanischen Busindustrie. Seine Konstruktion beruhte auf dem Monotral-System, das in Lizenz des italienischen Unternehmens Viberti entwickelt und von Jorsa in Mataró hergestellt wurde.

Anders als Busse auf einem herkömmlichen Rahmen besaß das Monotral-System eine selbsttragende Struktur, bei der Fahrgestell und Aufbau eine Einheit bildeten. Dadurch sanken Gewicht und Platzbedarf; zugleich ließ sich das Fahrzeug an verschiedene Konfigurationen und betriebliche Anforderungen anpassen.

Das Standardmodell war etwa elf Meter lang. Frühe Ausführungen hatten einen rund 170 PS starken Motor und ein halbautomatisches Getriebe. Im Verlauf der Produktion entstanden zahlreiche mechanische und karosserieseitige Weiterentwicklungen. Ab 1973 gebaute Fahrzeuge erhielten verbesserte Getriebe, Servolenkungen und Bremskreise sowie effizientere Motoren.

Der Pegaso 6035 wurde in zahlreichen Städten und bei vielen Verkehrsunternehmen in ganz Spanien eingesetzt. Daneben entstanden Varianten für Überland-, Gelegenheits- und Werksverkehr. Die Beteiligung verschiedener Karosseriebauer führte innerhalb derselben Fahrzeugfamilie zu vielfältigen Ausführungen.

Das erhaltene Fahrzeug gehörte Empresa Cabrero, einem Unternehmen aus Valladolid mit Überland-, Gelegenheits- und Werksverkehr. Dort trug es die Betriebsnummer 175.

Im Gegensatz zu den Pegaso 6035 des Stadtverkehrs von Barcelona stammt der „Boquebús“ nicht aus der Flotte von Transports de Barcelona. Sein Noge-Aufbau und die Innenraumaufteilung entsprechen den Anforderungen der von Empresa Cabrero bedienten Verkehre.

Nach der Ausmusterung wurde der Wagen von David Boqué erhalten. Er zeigt eine weniger bekannte Verwendung des Pegaso 6035 und erinnert an die Verbreitung des Modells außerhalb der großen Stadtnetze.